Einleitungen in die Biochemie nach Dr. Schüßler

biochemie nach schuessler Der menschliche Körper benötigt nicht nur Vitamine zur Erhaltung der Körperfunktionen, sondern auch Mineralstoffe und Spurenelemente. Hier wird in der Medizin zwischen so genannten Mikro- und Makronährstoffen unterschieden. Während bei den Mikronährstoffen, besser bekannt unter dem Wort Spurenelemente; der Köper nur geringe Mengen benötigt, sind für einen reibungslosen Ablauf der Körperfunktionen größere Mengen an Makronährstoffen nötig. Zu den Mikronährstoffen zählen Silizium, Aluminium, Fluor, Eisen, Zink, sowie Kupfer und Jod. Einen größeren Bedarf besteht dagegen bei Natrium, Chlorid, Phosphor, Magnesium und Kalium. Insgesamt gehören 80 Mineralstoffe und Spurenelemente zu den lebensnotwendigen (essentiellen) Bestandteilen des menschlichen Organismus.

Ihre naturwissenschaftliche Prägung fand die Biochemie (Leben + Wissenschaft der Elemente) im Jahre 1887, und schloss damit eine Lücke zwischen der Medizin, der Chemie und der Biologie. Alle chemischen Vorgänge, wie etwa der Stoffwechsel, die Atmung oder der Sekretion sind in dieser Lehre eingeschlossen. Ab diesem Zeitpunkt traf eine Wende in der noch aus der antike stammenden Humoralpathologie ein, die die Theorie vertrat, dass Krankheiten durch eine gestörte Zusammensetzung von Blut, Urin, Galle, Magensaft und Speichel entstehen würden. Aufgrund dieser damaligen Erkenntnisse starben zahlreiche Menschen, die durch extreme Therapien regelrecht in den Tod getrieben wurden. Neben dem Homöopathen Samuel Hahnemann war Doktor Wilhelm Schüßler einer der größten Kritiker dieser unwürdigen und oft tödlichen Therapieformen.

Geschichte Schüsslersalze: Wer war Schüßler und was hat er herausgefunden?

Dr. Wilhelm Schüßler lebte von 1821 bis 1898 wählte zur damaligen Zeit seine Heilmethode „Biochemie, und begründete sie damit, dass nicht die fehlerhaften Zusammensetzung der Körpersäfte Auslöser von Krankheiten seinen, sondern ein Mangel an unterschiedlichen Mineralstoffen, sprich anorganische Stoffe, die man dem Körper mittels einer systemischen Zufuhr wieder zu einem gesunden Maß zuführen müsse. Als Mineralstoffe verwendete der Arzt Wilhelm Schüßler unterschiedliche Salze, die er als so genannte Funktionsmittel bezeichnete und die auch heute noch so tituliert werden. Doktor Schüßler war in seiner Zeit ein äußerst gebildeter Mensch, der sich auch für die Forschungsergebnisse seiner Kollegen und Kolleginnen sehr interessierte. Besonders die Heilmethoden des Doktor Samuel Hahnemann, einem Homöopathen, erweckten seine Neugier. Schüßler der selbst erst mit 31 Jahren sein Medizinstudium begann, konnte sich nach erfolgreicher Promotion in Oldenburg als Mediziner, Wunderarzt und auch Geburtshelfer niederlassen, wobei er sich immer verstärkter um seine eigene Heilmethode der Biochemie mittels Mineralsalze zuwendete und diese nach zu nach konkretisierte und verfeinerte. Einer seiner Hauptanliegen war hierbei, dass auch ein Laie sich selbst rasch und wirkungsvoll helfen konnte. Logisch, wissenschaftlich fundiert und bei allen möglichen heilbaren Erkrankungen helfend, so sah sein medizinisches und forschendes Ziel aus. Aufbauend auf seinen Erkenntnissen aus der Homöopathie arbeitete er mit 12 Salzen, die er allerdings nach geraumer Zeit auf 11 Salze reduzierte und sich auf die Therapie mit diesen Salzen konzentrierte.

Unterschiede der Biochemie zur Homöopathie

Während Dr. Samuel Hahnemann den Leitsatz „ similia similibus curentur“ ( Ähnliches wird mit Ähnlichem geheilt) geprägt hat und seine Patienten mit hohen Potenzierung bis zu D30 behandelte, wählte Dr. Schüßler den Weg der Biochemie, die einen wesentlichen Unterschied zur Homöopathie aufzeigt: Sie basiert auf den physiologisch-chemischen Vorgängen innerhalb des menschlichen Körpers, die sich auf der zellularen Ebene befinden. Zudem sind die Potenzierungen der Salze auf maximal D12 festgelegt, wobei in den meisten Fällen die Potenzierung bei D6 liegt. Nach Schüßler werden Patienten Funktionsmittel zugeführt, um damit den fehlenden Mineralstoffmangel auszugleichen. Ein weiterer Unterschied besteht weiterhin in der Dosierung. In der Homöopathie werden auf bis zu einigen Monaten mit nur täglich wenigen Globuli oder Tabletten therapiert, wohingegen in der Biochemie von Schüssler auch bis zu 20 Tabletten in der Stunde eine normale Dosierung darstellen.